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synchron

14. September 2009

eine geburtstagsparty. im kleingarten. gemietet? wohl von freunden/eltern…

„es könnte etwas einseitig werden“ sagte die lebenshilfe, die die eigentliche bekannte der jungen familie ist — einseitig, weil viele pferdemenschen und leicht alternativ angehauchte da sein werden, lies ich mich aufklären. pferdemenschen bin ich inzwischen durch die liebe lebenshilfe gewohnt, und so lange ich nicht ausschliesslich von solchen um-geben/zingelt bin kann ich damit leben/umgehen. die alternative phase hatte ich während meiner adoleszenz allerdings übersprungen.
das ganze lies sich aber recht harmlos an, mit mitgebrachtem grillgut/salaten, sowie ganz ordentlichem bier. gegen lagerfeuer habe ich auch nichts einzuwenden und die leicht hippiesken jongliernummern und andere unschreibbare zirkusspielchen (koi? poi? _?) spielten sich auf nebenschauplätzen ab, da enge und die nähe zum feuer nicht unbedingt nötig/vorteilhaft für derat beschäftigung scheinen.
mit fortschreiten des abends war das lagerfeuer, ob der kühlen nacht allerdings durchaus der zentrale ort der feier, und man rückte etwas zusammen. schön. mir fehlte, ausser ab und an einem neuen bier eigentlich nichts.
da ich selbst -wie schon an anderer stelle erwähnt- eine nicht konsensfähige musikvorliebe habe, war ich auch/gerade ohne musikalische beschallung sehr glücklich. anderen (einigen) fehlte musik.
es war eine sängerin anwesend! was für ein glück! und trommeln! die dame hatte wohl ihre künste bereits unter beweis gestellt. auf schützenfesten. nachsingen von populärmusik. die trommeln mitsamt trommler waren frisch und unverbraucht.

wo ist das arschloch aus tötensen wenn man es mal braucht?

musiker die ihre instrumente nicht beherrschen und trotzdem vor publikum spielen sind schlimm, aber menschen die singen als würde ihnen jemand den hals zudrücken sind unerträglich. gequetsche verwechselt mit gefühl — lautstärke statt intensität. und diese person wurde beklatscht und animiert.

nein, ich kann es nicht besser, aber ich käme auch nicht auf die idee.

ich versuchte mich auf die inzwischen frei gewordenen nebenschauplätze zurückzuziehen, aber aufgrund der lautstärke des quetschgesangs und der fehlenden wärme des feuers, brachte meine flucht keine linderung.
ich dränge menschen im allgemeinen nur ungern, aber, nach 15 min. die ich wie stunden empfand, musste ich meiner lieben lebenshilfe gestehen, das mein leidensdruck zu stark angewachsen ist und ich die party verlassen muss. ich wäre auch allein gegangen, aber mit einem schlichten „das kann wirklich  keiner aushalten, lass uns gehen.“ überraschte sie mich und wir verabschiedeten uns umgehend höflich.

liebe ist seltsam und wunderschön.

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